


Du triffst auf kein Pferd zufällig.
Entweder ist es für dich eine Aufgabe, eine Chance oder die ganz grosse Liebe.
Nicht selten treffen auf ein Pferd auch alle drei Punkte zu. Und das ist ein echtes Geschenk!
Coaching für Pferd & Mensch
Tina Ehret

Seine Entwicklung
Als wir dann den neuen Stall bezogen haben, konnte man Tag für Tag dabei zu sehen, wie er immer mehr Vertrauen aufbaute.
Unser Training bestand darin, dass wir auf dem Paddock mit der Vertrautheit des Halfters anfingen, wo bei uns Claus alle 14 Tage zur Seite stand. Um ihn zusätzlich noch mehr Ruhe zu geben, bekam er für eine gewisse Zeit ein Einzelpaddock zwischen seiner späteren Herde, was ihm sehr guttat. Dieses Halftertraining machte ich dann zwei Monate lang mit ihm, bis ich ihn dann das erste Mal vom Paddock runterführen konnte.
Das klappte auf an hieb reibungslos.
Dann fingen wir im September an, mit führen über den großen Hof, damit er seine neue Umgebung erkunden konnte.
Er vertraute mir immer mehr und riss sich auch nicht mehr los, dann trat Corona in unser Leben und unser Trainer Claus ging dann früher in den wohlverdienten Jahresurlaub (vier Monate).
Wir waren dann auf uns allein gestellt und ich selbst fing an, mir immer mehr zuzutrauen, also versuchte ich ihn im Oktober wieder das erste Mal zu longieren am Kappzaum, was er sehr gut mitgemacht hat, ich trainierte ihn von da an 3x die Woche 20min., immer mit einem Tag Pause da zwischen, denn alles andere würde ihn überfordern.
Halastjarni wurde immer besser, sodass wir dann auch mit einem Longiergurt und Hinterhandbandage (nach der Tellington TTouch Methode) arbeiten konnten und auch Stangenarbeit war für ihn kein Problem mehr.
Er erschreckte sich auch immer weniger, da ich ihm immer die Gelegenheit gebe, sich mit den Dingen auseinandersetzen zu dürfen, was sehr wichtig ist, damit er weiß, dass keinerlei Gefahr droht, selbst Menschen sind für ihn jetzt kaum noch ein Thema, allerdings, wenn sich Fremde ihm zu forsch nähern, weicht er ein wenig zurück, wo er sich sonst normalerweise los gerissen hätte.
Auch hier könnte ich noch mehr zu schreiben, aber das sollte um zu verstehen reichen.
"Wer wirklich ein Meister der Reitkunst werden will, muß neben vielen anderen guten Gaben auch über die verfügen, dass ihm schon die Bewältigung von Schwierigkeiten an sich Vergnügen macht und seine Stimmung nicht nur nicht getrübt, sondern dadurch sogar noch gehoben wird".
Gustav Steinbrecht